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Glossare

Begriff Definition
Garn

Beim Sticken werden spzielle Garne verwendet. Am gebräuchlichsten sind der Perlgarn und der Sticktwist. Der Perlgarn hat eine glatte Oberfläche ist glänzend und unteilbar. Den Sticktwist kann man für feinere Arbeiten in dünnere Stränge zerteilen. Er ist 6-fädig. Weitere verstickbare Materialien sind u. a.: Chenille, Wollgarn und schmale Seidenbändchen.

 

 

 

Geschichte der Bildwirkerei

Neben der Töpferei und der Weberei gehört die Wirkerei zu den ältesten Handwerkskünsten. Es gibt sie schon seit tausenden von Jahren. Die Bildwirkerei erlebte ihre Blütezeit im Mittelalter und in der Renaissance. Ägyptische Grabbeilagen sind die ältesten erhaltenen Fragmente. Es sind Vasen aus dem griechischen Altertum bekannt, auf denen sich Darstellungen von Webstühlen befinden. Wollwirkereien aus spätantiker und frühchristlicher Zeit kennt man aus Kleinasien und Ägypten.

 

 

 

Gestick

Bei nicht ausgesticktem Hintergrund nennt man das gestickte Motiv: Gestick. Dabei gibt es zwei Größen: zum einen die des zu stickenden Musters und zum anderen die rahmbare Größe.

 

 

 

Gobelin

Ein Imitat der Bildwirkerei ist die Gobelinstickerei. Beim Gobelin-Sticken werden die Fadenkreuze des Trägermaterials diagonal überstickt mit farbigem Stickgarn. Der Bildcharakter entsteht durch die Zusammensetzung von Stichen mit wenigen Farbtönen. Für dekorative Handarbeiten, wie z. B. Kissen und Wandbilder, wird normalerweise spezielles Stramingewebe mit Tapisserie-Stickgarn (aus Schurwolle) bestickt.

 

 

 

Gobelin-Manufaktur

Die Gobelin-Manufaktur (Manufacture nationale des Gobelins) ist eine renommierte und traditionsreiche Tapisserie-Manufaktur in Paris. 1607 als privates Unternehmen gegründet ist sie seit 1792 bis heute im Besitz des französischen Staates und wird durch das Kultusministerium verwaltet. Sie ist zugleich Werkstatt, Museum und Ausbildungsstätte für Bildwirker. Der Manufakturname leitet sich von der früheren Scharlachfärberei der Familie Gobelin ab.

 

 

 

Gobelin-Stich

Das Motivbild wird mit dieser simplen Sticktechnik auf dem Trägermaterial vollständig bestickt. Die diagonalen Überspannungen der Fadenkreuze verlaufen immer in der gleichen Richtung. Die Gleichmäßigkeit der Stiche bestimmen die Qualität.

 

 

 

Goldstickerei

Die wertvollste Stickform (außer der Perlenstickerei) stellt die Goldstickerei dar. Mit Goldfäden werden ornamentale Gestaltungen auf einen textilen Träger gestickt. Verwendung findet sie bei der Erzeugung von Posamenten und liturgischen Gewändern.

 

 

 

Grundlage für Motiv (Entwurf oder Gemälde)

Ein farbiger Entwurf oder ein Gemälde sind die Grundlage für das Motiv. Zwischen Entwurf und Gewebe dient das Verbindungsglied Karton. Auf diesem sind die Konturen, die Farbgebung und die Grenzen der verschiedenen Farbflächen festgelegt worden. Als Webvorlage dienend wird der Karton entweder im Rücken des Wirkers aufgestellt oder unter den Kettfäden befestigt.