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Begriff Definition
Weberei

Eine der ältesten Techniken zur Herstellung von textilen Flächengebilden ist die Weberei. Bei diesem werden mindestens zwei Fadensysteme, Kette (Kettfaden) und der Schuss (Schussfäden) rechtwinklig verkreuzt. Der Träger wird von den Kettfäden gebildet. Nacheinander werden die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite des Trägers eingezogen. Das in der Fachsprache als Gewebe benannte Erzeugnis umfasst u. a. das Produkt Tuche sowie Tapeten oder Teppiche.

 

 

 

Webstuhl

Eine technische Vorrichtung zur Erzeugung von Geweben ist der Webstuhl bzw. die Webmaschine. Die Bandmühlen waren die ersten Webmaschinen. Im 16. Jahrhundert wurden mit ihnen Bänder hergestellt. 1785 erfand Edmond Cartwright den „Power Loom“. Dieser Webstuhl war vollmechanisch. Die Maschine wurde 1805 von Joseph-Marie Jacquard verbessert. Er verbaute Vaucansons Steuerungstechnik in die Maschinen von Cartwright. In der industriellen Revolution spielte diese Webmaschine eine wichtige Rolle. Durch die Weiterentwicklung der Einbringung eines Schussfadens entwickelte sich nach der Greiferwebmaschine die zur Zeit aktuelle Luftdüsenwebmaschine. Nicht nur die soziale Realität des Menschen wurde durch die Webmaschinen verändert. Auch die Produkte wurden spezieller. Technische perfekte Muster ersetzten die kunsthandwerkliche Gestaltung. Luxusartikel wurden zu Konsumgütern bzw. Massenware.

 

 

 

Weißstickerei

Speziell für die Verzierung von Wäsche und Tischzeug (in Leinwand oder Baumwolle) gibt es die Weißstickerei. Während der Plattstich vor allem in der französischen oder hugenottischen Weißstickerei Anwendung findet herrscht in der englischen Weißstickerei der durchbrochene Arbeit liefernde Blindlochstich vor. Allerdings gibt es bei beiden den Languettenstich und unterschiedliche Phantasiestiche. Ganz dicht an der Spitzennäherei ist die venezianische Weißstickerei. Stellenweise wird hier nach der Arbeit der Grund entfernt. So werden die durchbrochenen Stellen durch feine Fadenverschlingungen gefüllt. Im westlichen Europa ist die Weißstickerei eine industrielle Tätigkeit. Bundesweit gibt es sie u. a. in Plauen und Oberfranken.