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Glossare

Begriff Definition
Kelim

Kelimstrich und Stengelstrich erzeugen wie gestrickt aussehende Muster. Dabei hat das Kelimstichmuster waagerechte Rippen und der Stengelstich senkrechte. Die Muster bestehen aus Reihen diagonaler Stiche, bei denen regelmäßig in zweiter Reihe die Stiche gegensätzlich verlaufen. Zwischen den Kelimstichreihen werden beim Stengelstich Rückstiche erarbeitet. Die Stiche sind ideal sowohl für große als auch für kleine Musterbereiche.

Kreuzstich

Auf einen zählbaren Stoff werden kleine Kreuze gestickt. Nach einem schrägen Stich kommt ein zweiter darüber in einem 90 Grad Winkel dazu. Für mehrere Kreuze in einer Reihe, stickt man erst die unteren Stiche nebeneinander und dann in einer Rückreihe darüber die oberen Stiche. Es ist ratsam einen Stoff zu nutzen, der zählbare Fäden hat d. h. grob gewebt ist.

 

 

 

Maschinennadel

Öhrspitzige Nadeln bezeichnet man als Näh- und Stickmaschinennadeln (das Öhr ist in der Nadelspitze). Die Öhre haben eine spezielle Form, durch die die Näh- oder Sticknadeln bei den Maschinennadeln hindurch gleiten. Die Öhre sind so gestaltet, dass die Nadelfäden keinen Schaden nehmen und keine Fadenbrüche nach einer hohen Anzahl von Stichen (pro Zeiteinheit) auftreten.
Heutzutage sind Nadeln für Stickmaschinen in einer breiten Palette von Spezialausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich in Form, Oberfläche, Material usw.

 

 

 

Millefleurs-Wandteppiche

Als Millefleurs (oder deutsch: Streublumen) bezeichnet man ein charakteristisches ornamentales Dekor das für Wandteppiche der Spätgotik entworfen worden ist. In Tournai ansässig vermutet man die Hauptmanufaktur für Millefleurs-Teppiche. Auch dem Loire-Gebiet schreibt man eine wichtige Millefleurs Produktion zu. Im Handel gibt es noch heute Reproduktionen historischer Millefleurs-Wandteppiche. Als Musterung mit vielen kleinen verteilten Blumen hat Millefleurs auch für andere Stoffe (z. B. Gobelins) Anwendung gefunden.

 

 

 

Nadelmalerei

Farbübergänge die an gemalte Bilder erinnern bezeichnet man als Nadelmalerei. Ineinadergreifende Plattstiche werden in feinen Farbschattierungen nuanciert. Die dicht gesetzten Stiche folgen der Form des Musters. Man findet die Nadelmalerei auch in Kombination mit Stielstichen, Knötchenstichen und Spaltstichen. Als Stickmaterial fungieren ungezwirnte, wenig gedrehte Seide, Wolle, Gespinst oder Chenille.

 

 

 

Petit-Point-Stickerei

Als Gobelins werden nur echte Tapisserien bezeichnet, die in der Gobelin-Manufaktur in Paris hergestellt werden. Die Fälschung eines Gobelins nennt man: Gobelin-Malerei. Hierbei werden die Motive auf ein Gewebe aufgemalt. Die Gobelin-Stickerei ist eine Imitation. Es handelt sich dabei um eine „Petit-Point“-Stickerei.

 

 

 

Richelieu

Die Richelieu- oder Ausschnittstickerei ist eine Form der Weißstickerei. Hierbei wird der Lochrand oder die Kantenlinie mit dem Festonstich dick nachgearbeitet. Danach kann der Stoff an der Außenkante (unter der Kante des Festonstichs) oder aber im Loch weggeschnitten werden. Den Namen verdankt diese Stickerei Kardinal Richelieu.

 

 

 

Schere

Den oben aufliegenden (spitzen) Scherenteil bezeichnet man als Oberbeck. Das untere Gegenstück heißt demzufolge Unterbeck. Durch eine Schraube werden die beiden Hälften verbunden. Die einzelnen Scherenteile sind so geschaffen, dass sie miteinander in Berührung bleiben, wenn die Schere geschlossen wird (die Berührung erfolgt allerdings nur punktförmig). Die Verbindung der Scherenhälften durch die Schraube nennt man Gewerbe. Der leichte Scherengang wir durch die perfekte Montage ermöglicht.
Die Schneidkanten sind die die scharfen Funktionselemente der Schere. Man unterscheidet hierbei zwischen der glatten Wate und gezahnten Waten. Daraus ergeben sich die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten:
mit glatter Wate schneidet man Papier, Folien und ähnliches. Mit der Mikrozahnung durchtrennt man zum Beispiel Karton. Diese gezahnte Wate fixiert das Schneidgut. Es handelt sich um eine qualitativ hochwertige Schere, wenn diese bis zum letzten Ende der Schneide exakt arbeitet.

 

 

 

Sichthilfen

An einem schwenkbaren Arm befestigte Lupen sind ein ideales Werkzeug für feine Stickerei. Im Fachhandel sind auch Lupen mit eingebauter Lampe erhältlich.

 

 

 

Sticken

Sticken bezeichnet eine textile Technik. Ein Trägermaterial (z. B. Stoff, Leder, Papier) wird mittels Durchziehen oder Aufnähen von Fäden verziert. Es existieren viele Sticktechniken. Eine besondere Form der Stickerei ist die Federstielstickerei.

 

 

 

Stickgrund

Es existieren verschiedene Stoffe, die zum Sticken geeignet sind. Hierbei ist die Technik von Bedeutung. Für die Technik des Kreuzstich muss der Stoff zählbar sein, bei der Nadelmalerei dagegen nicht. Zählbar sind u. a. Stramin oder Leinen. Ungeeignet sind sogenannte Stretchstoffe.

 

 

 

Stickmuster

Vorlagen für die Stickerei (auf Papier oder Stoff gedruckt) bezeichnet man als Stickmuster.

 

 

 

Sticknadeln

Eines der wichtigsten Werkzeuge zum Sticken und Nähen sind Nadeln. Das sind speziell geformte Metallstifte mit denen Flächengebilde durchstochen werden können. Sie besitzen einen Öhr oder einen Haken und eine oder zwei Spitzen. Der Näh- oder Stickfaden (auch als Nadelfaden bezeichnet) wird durchs Öhr gefädelt. Nach dem Durchstechen des Stickbodens kann mit dem Haken der Hakennadel eine Fadenschlaufe erfasst werden. Nun kann eine Stichbildung folgen. Grundsätzlich unterscheidet man fünf verschiedene Nadeltypen: Einspitzige Näh- bzw. Sticknadeln für Handarbeit mit dem Öhr im Schaft der Nadel. Zweispitzige Nadeln für Handstickmaschinen mit dem Öhr in der Mitte der Nadel. Öhrspitzige Nadeln für Näh- und Stickmaschinen. Hakennadeln für Kettenstich- bzw. Kurbelstickmaschinen. Nadeln für Sonderstickmaschinen, z. B. für Orientstickmaschinen, Tuftingmaschinen usw.

 

 

 

Stickrahmen

Der Stoff wird in einen Stickrahmen gespannt um das Zusammenziehen und Verzerrungen im Muster zu vermeiden. Dieser besteht aus einem inneren und äußeren Ring und ist normalerweise rund. Ein eckiger Rahmen wird für schwere Stoffe eingesetzt. Auch großformatige Stickereien lassen sich so verzerrungsfrei anfertigen.

 

 

 

Stickrahmen

Damit sich das Gewebe beim Besticken nicht zusammenzieht (und Verzerungen verursacht) nutzt man einen Stickrahmen. In diesen wird der Stoff straff eingespannt.Für unterschiedliche Sticktechniken kann die Rahmenform und Rahmengröße variieren. Der Stickrahmen besteht wahlweise aus Metall, Kunstoff oder Holz. Der Stickrahmen ist entweder eckig oder rund. Ein eckiger Rahmen wird für schwere Stoffe verwendet. Hierbei wird der Stoff am Rahmen festgenäht. Dann wird er mit den in Holmen geführten Latten gespannt. Auf diese Weise sind auch große Stickereien machbar.
Beim runden Stickrahmen wird der zu bestickende Stoff zwischen einen äußeren und inneren Ring gespannt.
Bei runden Rahmen wird die zu bestickende Fläche so eingespannt, dass die Fäden des Gewebes rechtwinklig liegen. Fixiert wird der Stoff je nach Bauweise mit Hilfe des äußeren oder inneren Rings.