• jesus

Gobelinstickerei

Die Stickerei von Gobelinbildern erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Die Ausarbeitung erfolgt entweder im Gobelin-Stich oder Petit-Point-Stich oder in der Kombination beider Stickarten.

Zählmuster


Das Bild wird mit Hilfe von Zähl- oder Typenmustern auf den Stoff übertragen, indem man die einzelnen Stiche auf dem Stoff auszählt. Der Vorzug des Typenmusters ist, daß man feinste Farbschattierungen verwenden kann, die in dieser Feinheit nicht auf Stramin oder Stoff farbig gedruckt werden können.


Unsere Spezial-Typenmuster sind - genau wie der Stoff - in Zehnerquadrate eingeteilt, so daß sich ohne Mühe das Muster übertragen läßt.

Bei alten Zählmustern, die noch keine Zehnereinteilung haben, empfehlen wir mit einem Kugelschreiber Linien in Längs- und Querrichtung zu ziehen, um damit die Zählarbeit zu erleichtern. Die Garne werden von uns mit den jeweiligen Typen bezeichnet, mit denen sie auch in den Zählmustern abgebildet sind. Wir nehmen Ihnen also die Sortierarbeit ab und Sie brauchen nicht extra vorsortieren.

    
Stickarbeit


Sie beginnen Ihre Stickarbeit damit, daß Sie auf dem Stoff den Mittelpunkt des Bildes festlegen und sich entscheiden, ob Sie das Bild an der oberen oder unteren Kante beginnen wollen. Wichtig ist, daß Sie rund um das fertige Bild genügend Stoff behalten, um es später einrahmen zu können. Achten Sie bitte darauf, daß Sie Ihre Stickerei nicht mit einem Knoten beginnen oder aufhören.


Knoten drücken sich beim Bügeln durch und verderben die glatte Flächenwirkung; also das Garn einfach auf der Rückseite des Stoffes durch einige Gewebefäden hindurchziehen. Die Arbeit hat ja nichts zu halten. Vermeiden Sie auch auf der Rückseite zu weite Übergänge von einem Stickteil zum nächsten mit der gleichen Farbe. Befestigen Sie lieber den Faden zwischendurch und beginnen Sie an der nächsten Stelle wieder neu. Zu lange Übergänge auf der Rückseite bedeuten unnötigen Materialverbrauch.
    

Der Gobelin-Stich

Jedes Zeichen des Typenmusters bedeutet, daß Sie dafür zwei Stiche nebeneinander über zwei Gewebefäden in der Höhe ausführen müssen. Sticken Sie Ihr Bild immer von rechts nach links. Der einzelne Stich jedoch wird von links unten schräg nach rechts oben gearbeitet.


Der nächste Stich liegt dann links unten daneben. Beim Gobelin-Stich soll das Garn auf der Rückseite der Stickerei schräg liegen. Vorn liegt der Faden in dieser Richtung, hinten dagegen weit schräger.


GOBELINSTICH 4 Einzelfäden 1 Type = 2 Stiche